| FRANKREICH | 6. FEBRUAR 2026 |

Aufdeckung von Menschenrechts­verletzungen in Frankreichs psychiatrischen Kliniken

Die Untersuchungen von CCHR Frankreich brachten systemischen Missbrauch in psychiatrischen Einrichtungen ans Licht und führten zu einem historischen Urteil, das eine Überwachung von Fixierung und Isolierung durch Dritte vorschreibt.
CCHR Frankreich prangert Missbräuche im Zusammenhang mit Fixierung und Isolierung an – auf der Straße, vor psychiatrischen Kliniken und durch Berichte an Regierungsbeamte.
CCHR Frankreich prangert Missbräuche im Zusammenhang mit Fixierung und Isolierung an – auf der Straße, vor psychiatrischen Kliniken und durch Berichte an Regierungsbeamte.

2016 markierte CCHR Frankreich einen Wendepunkt, als ein neues Gesetz psychiatrische Kliniken dazu verpflichtete, jede Form von Fixierung und Isolierung zu dokumentieren – ein entscheidender Schritt in Richtung Transparenz.

Doch Aufzeichnungen sind bedeutungslos, wenn sie nicht untersucht werden. Da jedes Jahr mehr als 120.000 Erwachsene und Kinder in französischen psychiatrischen Abteilungen isoliert werden, machte sich CCHR Frankreich daran, aufzudecken, was hinter verschlossenen Türen wirklich geschah, und Gerechtigkeit für die Betroffenen zu fordern.

Mit Hilfe des französischen Gesetzes zur Informationsfreiheit, das es Bürgern erlaubt, von der Regierung gehaltene Dokumente anzufordern, begann die CCHR, formelle Anträge zu stellen, um Berichte über Fixierung und Isolation in Krankenhäusern zu erhalten.

Nach Hunderten von Anträgen deckte die CCHR Fälle auf, in denen Patienten bis zu 694 aufeinanderfolgende Tage in Isolierung gehalten wurden, während andere mehr als 1300 Tage lang ohne Freilassung fixiert wurden. CCHR fasste diese Erkenntnisse in einem ausführlichen Bericht zusammen und verteilte ihn an über 2900 Regierungs- und Gesundheitsstellen. Der Bericht deckte ein Muster von Missbrauch auf, das jahrelang unkontrolliert geblieben war.

Trotz des Gegenwinds aus den Reihen der Psychiatrie weigerte sich CCHR, klein beizugeben. Das Team informierte Parlamentsmitglieder, deckte Kliniken auf, die Transparenzgesetze ignorierten, und wies auf die dringende Notwendigkeit einer unabhängigen Aufsicht hin.

„Patienten wurden bis zu 694 aufeinanderfolgende Tage in Isolierung gehalten, während andere mehr als 1300 Tage lang ohne Freilassung fixiert wurden.“

Die Abgeordneten nahmen dies zur Kenntnis und stellten mehr als 100 formelle Anfragen, was zu einer bahnbrechenden Entscheidung führte, dass jeder Fall von Fixierung und Isolierung nun von unabhängigen Stellen wie der CCHR überwacht werden muss.

Die CCHR setzte ihren Kampf dann in Brüssel fort und reichte beim Europäischen Parlament eine Petition ein, in der sie eine Reform der Psychiatrie in ganz Europa forderte – vor allem den Schutz von Minderjährigen, die kein gesetzliches Mitspracherecht haben. Die Bemühungen führten zu einem historischen Ergebnis: einer offiziellen „Mitteilung an die Mitglieder“, die an alle 720 Mitglieder des Europäischen Parlaments gesendet wurde und jeden Mitgliedstaat aufforderte, psychiatrische Zwangspraktiken zu beenden und eine unabhängige Aufsicht einzurichten.



FAKTEN

VERSCHREIBUNGEN MIT TÖDLICHEN FOLGEN

Psychopharmaka rufen Gewalt, Mord und Selbstverletzung hervor. Hier sind die Statistiken:

80

PROZENT

aller mit Gewalt verbundenen Medikamente sind laut einer Studie Psychopharmaka

2

SCHUSS­WAFFEN­MASSAKER

finden im Durchschnitt alle 24 Stunden statt

740.000

SELBSTMORDE

geschehen jedes Jahr

25

PSYCHOPHARMAKA

wurden als stark mit Gewalt assoziiert eingestuft

10,9

MAL SO WAHRSCHEINLICH

dass eine Person unter Prozac eine Gewalttat begeht, als wenn sie das Mittel nicht nimmt


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